Porsche 911 RSR Flachschieberanlage
Bei den Porsche Rennfahrzeugen wurden bereits seit den 60er Jahren Flachschieberanlagen verwendet um maximale Leistungen der Motoren zu erzielen. Erstmalig beim 910 eingesetzt, wurde die Flachschieberanlage auch bei den 911 ST, beim 914/6 GT und werksseitig dann beim 911 RSR 3,0 durchgehend verwendet.
Um dem unterschiedlichen Volumenstrombedarf der verschiedenen Motoren gerecht zu werden, kann die Anlage in 41 mm, 43 mm oder 46 mm Querschnitt bestellt werden.
Der wesentliche Vorteil einer Flachschieberanlage ist bei voll geöffnetem Schieber, das bei minimalem Öffnungsquerschnitt die maximalen Strömungswerte erreicht werden können. Im Gegensatz zu einer Drosselklappenanlage stört hier weder eine senkrecht stehende Klappe, noch eine Welle, noch Schrauben, die zum einen den nutzbaren Strömungsquerschnitt verringern und zum anderen ungewünschte Turbulenzen in die Gassäule einbringen können. Dies bringt wiederum den Vorteil trotz verringertem Querschnitt höhere Fließwerte erreichen zu können, was sich stets direkt in Leistung umwandeln lässt.
Weiterhin wird durch den geringeren Querschnitt die Masse der Gassäule verringert, was aufgrund des Schwingungsverhaltens der Gassäule eine zusätzliche Leistungssteigerung ermöglicht. Strömungsmessungen bei uns im Haus haben eine Fließwertreduzierung von unter 1 % ergeben. Die jeweilig mitgelieferten Ansaugtrichter haben auch stets exakt den passenden Querschnitt und weisen durch die extrem hohe Fertigungsqualität, weder störende Kanten oder Üergänge im montierten Zustand auf.
Der einzige Nachteil, den eine Schieberanlage lange Zeit innehatte, konnte durch eine aufwendige Konstruktion und Bearbeitung bei dieser Anlage, komplett eliminiert werden. Dies war lange Zeit das hohe "Losbrechmoment" aus dem Standgas in den Teillastbereich, was mit dieser Anlage der Vergangenheit angehört. Im Standgas führte der hohe Unterdruck unterhalb der Schieberplatten, zu einem erhöhten Kraftbedarf den Schieber zu öffnen, der schlagartig nachlässt, sobald der Unterdruck beim Öffnen des Schiebers zusammenbricht. Unsere Anlagen verhindern dies vollständig durch die Führung der Schieberplatte in gehärteteten Industrienadellagern, die in solch hoher Präzision konstruiert sind, dass die hochfesten Schieberplatten fast reibungsfrei mit keinerlei Berührung im Gehäuse gleiten.
Das Gehäuse wiederum, im damaligen Aluminium Sandgussverfahren hergestellt, ist durch eine aufwendige Wärmenachbehandlung, gesichert gegen Verzug und Klemmen, trotz unterschiedlicher Temperatureinflüsse. Zusätzlich sind die Oberflächen der Laufbahnen der Nadellager in einem weiteren galvanischen Härtungsverfahren resistent gegen Verschleiß und dadurch wartungsfrei.
Alle optischen Aspekte sind absolut originalitätsgetreu, sei es die Farbe und Ausführung der Ansaugtrichter und Gehäuse, oder die Abdeckungen der Schieberanlenkung aus klarem Glasfaserkunststoff. Kurzum ist diese Flachschieberanlage eine authentische Neuauflage der damalig werksseitig erhältlichen Anlage, von uns natürlich erfolgreich im Rennsport erprobt, mit unzähligen Detailverbesserungen die die Qualität und Haltbarkeit gegenüber früher deutlich erhöht.
Neben allen anderen Bauteilen der mechanischen Einspritzanlage die von uns selbst produziert werden, konnte zusätzlich mit der eigenen Herstellung dieser Anlage, jetzt neben einer deutlichen Steigerung der Qualität und Authentizität, auch der Preis deutlich gesenkt werden.